FAQ

Häufige Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu PartAI — Partei und Forschungsprojekt.

Partei & Gründung

Ist PartAI eine ernsthafte Partei oder ein Experiment?

PartAI ist eine ernsthaft antretende politische Partei, die sich gerade gründet. Wir kandidieren zur Bundestagswahl 2029 mit einem vollständigen Programm und Kandidatinnen und Kandidaten. Gleichzeitig sind wir offen darüber: Wir erproben neue Methoden der Politikgestaltung — und lernen dabei.

Wer trifft bei PartAI die Entscheidungen?

Menschen — genauer gesagt die Mitglieder. Künstliche Intelligenz hilft uns, besser informierte Entscheidungen zu treffen, indem sie Forschungsliteratur zusammenfasst, öffentlichen Diskurs analysiert und Bürgerfeedback strukturiert. Die eigentliche Entscheidung liegt immer bei gewählten Menschen in demokratischen Prozessen.

Was ist PartAI politisch — links, rechts, liberal?

Keine dieser Kategorien passt gut. Wir fragen nicht "Was ist unsere ideologische Position?", sondern "Was wirkt nachweislich für das Wohlergehen aller Menschen?". Das führt zu Positionen, die sich nicht einfach in das links-rechts-Schema einordnen lassen.

Woher kommt das Parteiprogramm?

Das Programm entsteht aus Bürgerfeedback, wissenschaftlichen Erkenntnissen und Mitgliederdiskussionen. Jede Position wird mit Quellen begründet und trägt einen Bearbeitungsstand (Entwurf, In Prüfung, Beschlossen). Es wird kontinuierlich weiterentwickelt, und alle Änderungen werden mit Begründung dokumentiert.

Was passiert, wenn PartAI falsch liegt?

Wir sagen es und ändern unsere Position. Eine der zentralen Verpflichtungen von PartAI ist öffentliche Korrektur auf Basis neuer Evidenz — ohne Gesichtsverlust zu scheuen. Das ist politisch ungewöhnlich, halten wir aber für essentiell.

Wie finanziert sich PartAI?

Durch Mitgliedsbeiträge, Spenden von Privatpersonen und — nach Einzug in den Bundestag — durch staatliche Parteienfinanzierung. Wir lehnen Großspenden von Unternehmen und Verbänden ab und veröffentlichen alle Einnahmen über dem gesetzlichen Mindestbetrag.

Kann ich das Programm beeinflussen?

Ja. Als Mitglied kannst du Positionen einbringen, diskutieren und abstimmen. Alle Mitglieder können Anträge stellen, die nach einem strukturierten Evidenzprüfprozess dem Parteitag vorgelegt werden. Wir haben bewusst digitale, niedrigschwellige Beteiligungsformate entwickelt.

Forschungsprojekt & Lageradar

Was ist der Lageradar genau?

Der Lageradar ist ein geplantes Werkzeug — noch nicht in Betrieb. Konzipiert ist er als Datenpipeline, die öffentlich zugängliche Quellen auswertet: Nachrichten, Bundestag-Protokolle (über die offizielle DIP-Schnittstelle), amtliche Statistiken von Destatis und wissenschaftliche Literatur. Er soll wiederkehrende Probleme sichtbar machen und Entwürfe für Anträge, Anfragen oder AK-Themen vorschlagen. Wir bauen das in kleinen, überprüfbaren Schritten und weisen aus, was tatsächlich läuft. Geprüft und entschieden wird immer von Menschen.

Gibt es das Forschungsinstitut schon?

Nein. Heute ist das Institut vor allem eine Arbeitsweise: belegte Positionen mit Bearbeitungsstand. Ein organisatorisch eigenständiges, gemeinnütziges Institut (etwa als gGmbH) ist ein langfristiges Ziel — es soll entstehen, wenn sich die Methode bewährt, dann unabhängig von der Partei und mit öffentlich nutzbaren Werkzeugen. Wir achten darauf, die Gemeinnützigkeit nicht durch zu enge Parteibindung zu gefährden.

Überwacht der Lageradar Bürgerinnen und Bürger?

Nein. Der Lageradar analysiert ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen auf aggregierter Ebene — Medienberichte, Parlamentsprotokolle, offizielle Statistiken und wissenschaftliche Literatur. Individuelle Personen werden weder überwacht noch profiliert. Social-Media-Daten werden nur als aggregierte Trendhinweise genutzt, nie auf Personenebene.

Wie kann ich am Forschungsprojekt mitwirken?

Als Entwickler:in, Data Scientist, Politikwissenschaftler:in, Jurist:in oder Domänenexpert:in — die Detailbeschreibungen findest du auf der Forschungsseite. Schreib uns an forschung@partai.de mit deinem Hintergrund und Interesse. Eine Parteimitgliedschaft ist für die Mitarbeit am Institut nicht erforderlich.

Wird der Code des Lageradars veröffentlicht?

Ja, vollständig. Alle Software-Komponenten werden unter einer Open-Source-Lizenz (MIT/Apache) auf GitHub veröffentlicht. Aufbereitete Datensätze werden unter CC-BY lizenziert. Wir glauben, dass gute Werkzeuge für bessere Demokratie allen zugänglich sein sollten.

KI & Methodik

Wie wird mit KI im politischen Prozess umgegangen?

KI-Tools werden für Recherche, Zusammenfassung, Trendanalyse und Strukturierung verwendet — ähnlich wie ein erfahrener Wissenschaftsberater. Alle KI-generierten Inhalte werden von Menschen geprüft und freigegeben. Es gibt keine automatisierten politischen Beschlüsse. Entscheidungen treffen immer Menschen in demokratischen Prozessen.

Was ist, wenn die KI falsche oder verzerrte Empfehlungen gibt?

Alle KI-Outputs durchlaufen eine menschliche Qualitätssicherung, bevor sie verwendet werden. Zusätzlich wird das Institut regelmäßig von unabhängigen Wissenschaftler:innen auf Bias und Robustheit geprüft. Wir veröffentlichen Methodendokumente, die zeigen, wie jede Analyse funktioniert — damit externe Kritik möglich ist.